Das Internetportal der LfM
zur Medienerziehung in Kindertagesstätten

betreut von der GMK

    

Praxisprojekte
Ideen aus der Praxis zum Nachmachen

Die hier dargestellten Projekte sind von ErzieherInnen durchgeführt worden, die an der Fortbildung „Medienerziehung in Kindergarten und Hort“ teilgenommen haben.
Wir hoffen, dass diese Projektbeispiele aus den Bereichen Video, Computer, Foto und Radio Sie zum Nachmachen anregen. Viel Spaß dabei!


Praxis: Computer

Nachspielen eines Computerspiels

Kurzbeschreibung:

  • Mit einfachen Mitteln wird ein den Kindern bekanntes Computerspiel "in real" nachgestellt. Die Kinder spielen selbst die Figuren aus dem Computerspiel und gestalten den Gruppenraum in Anlehnung an die virtuellen Räume der Computervorlage nach. In echter Interaktion wird das Computerspiel als Gruppenspiel im Kindergarten umgesetzt.

Zielgruppe:

  • Jungen und Mädchen ab 3-4 Jahre, ggf. auchEltern

Voraussetzung (Hardware, Software, sonstiges Material etc.):

  • mind. 1 PC
  • Computerspiel (hier: Max und das Schlossgespenst von Tivola)
  • Requisiten für das Szenario des Spiels, Dekomaterial etc.

Zeitbedarf:

  • mind. 1 Nachmittag (kann auch auf mehrere Tage ausgedehnt werden) zur Durchführung des Spiels, dazu Vorbereitungszeit zur Einführung in das Spiel und ggf. Bau der Requisiten

 

 

Beschreibung:

  • Viele Computerspiele lassen sich in reale Spielsituationen übertragen. Hier ist ein bisschen Phantasie gefordert, welche Spielelemente sich gut übertragen lassen.
    Sehr gut eignet sich z.B. das Spiel "Max und das Schlossgespenst" (Tivola Verlag). Darin geht es um das in Not geratenen Schlossgespenst Willy, das unsere Hilfe braucht, um freizukommen. Denn Willy kann partout nicht mehr durch Wände gehen, was für ein Gespenst eine denkbar schlechte Voraussetzung ist. Um als Gespenst durch Wände und veschlossene Türen gelangen zu können, muss Willy zunächst zwölf gelbe Socken verspeisen. Und genau diese sind gar nicht so einfach aufzutreiben! Bei der Suche im großen, unübersichtlichen Schloss erhält Willy tatkräftige Unterstützung durch Max und seine Freunde, damit er seine Gespensterkraft zurückbekommt.
    Bei diesem Spiel kommt es also darauf an, sich im "Schloss" zurecht zu finden, neugierig und mutig Verstecke zu öffnen, mit den anderen über die "Funde" zu kommunizieren und diese gemeinsam dem Schlossgespenst Willy zu überbringen.
    "Max und das Schlossgespenst" ist sehr einfach auf jede Umgebung übertragbar. Willy ist mittels Bettlaken leicht darzustellen. Zwölf gelbe Socken werden im Kindergarten versteckt, durch Verdunkeln der Fenster wird auch am hellichten Tag eine gespenstische Atmosphäre verbreitet. Weitere Requisiten (Spinnenweben aus Watte, fluoreszierende Plastikspinnen, Kerzen, weitere Bettlaken, Laternen, düstere Geräusche, Kettenrasseln etc.) unterstützen die Geisterstimmung.
    Das Spiel wird noch spannender, wenn in den gelben Socken noch weitere Kleinigkeiten versteckt sind, z. B. Puzzleteile, die zusammengesetzt beispielsweise eine Schatzkarte ergeben. Der Schatz könnte dann ein Schlüssel zum gemeinsamen Kuchenessen o. ä. sein, womit der Spiele-Nachmittag ausklingen kann.
    Um das Spiel vorzubereiten, sollte es vorher als PC-Spiel den Kindern (und ggf. Eltern) bekannt sein. In Kleingruppen können die Kinder erste Erfahrungen mit Maus und Tastatur und natürlich mit dem Spielgeschehen sammeln. Dabei sollten alle Spielenden wissen, wie lang die jeweilige PC-Spielzeit ist, damit jede/r einmal dran kommt.
     
    Eine detailliertere Beschreibung des Projekts finden Sie im Praxishandbuch „Video, Compi & Co. Über den Einsatz von Medien in der Kita, Bielefeld 2004"

 

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