Das Internetportal der LfM
zur Medienerziehung in Kindertagesstätten

betreut von der GMK

    

Praxisprojekte
Ideen aus der Praxis zum Nachmachen

Die hier dargestellten Projekte sind von ErzieherInnen durchgeführt worden, die an der Fortbildung „Medienerziehung in Kindergarten und Hort“ teilgenommen haben.
Wir hoffen, dass diese Projektbeispiele aus den Bereichen Video, Computer, Foto und Radio Sie zum Nachmachen anregen. Viel Spaß dabei!


Praxis: Computer

Malen am PC (2)

Kurzbeschreibung:

  • Für eine Kurzgeschichte mit offenem Ende entwickeln die Kinder gemeinsam eine Fortsetzung oder ein Ende der Geschichte. Diese setzen sie anschließend als Bildergeschichte am Computer um. Die Funktionsweise des Grafikprogramms wird zur Veranschaulichung zunächst mit echten Farben und Werkzeugen dargestellt.

Zielgruppe:

  • Jungen und Mädchen ab ca. 4 Jahre

Voraussetzung (Hardware, Software, sonstiges Material etc.):

  • PC mit einfacher Mal-Software (normalerweise bei der Erstinstallation vorhanden, z.B. Microsoft® Paint)
  • Bastelmaterial für Maus (Tonpapier, Kleber, Wolle etc.)
  • Maus als Handpuppe

Zeitbedarf:

  • mehrere Nachmittage

 

 

Beschreibung:

  • Eine vorbereitete Kurzgeschichte mit offenem Ende wird den Kindern erzählt. Im Projektbeispiel ist die Hauptfigur die Maus Fred.
    „Fred lebt im Wohnzimmer von Familie Meyer und beobachtet interessiert den Lebensalltag der Familie. Eines Tages schaffen sich die Meyers ein neues Gerät an und bauen es im Wohnzimmer auf. Des Nachts geht Fred auf Entdeckungsjagd und untersucht dieses Gerät: einen Computer. Nach ersten Zweifeln kann Fred akzeptieren, dass an diesem PC ein Artverwandter von ihm "lebt": die Computermaus. Fred erfährt, dass sein neu gefundener Freund quasi der Schlüssel zu dem Computer ist. Zusammen erleben sie spannende Geschichten.....“

    Hier endet die vorbereitete Geschichte und die Kinder überlegen gemeinsam, wie es vielleicht weitergehen könnte. Dazu denken sie sich kurze Texte aus und zeichnen die dazugehörigen Bilder später mit der Grafiksoftware am PC.
    Um es für die Kinder anschaulicher zu gestalten, erzählt eine Handpuppenmaus die Geschichte von Fred. Diese Handpuppe begleitet die Kinder durch das gesamte Projekt und befragt die Mädchen und Jungen immer wieder zu den gestellten Aufgaben. So bekommen wir ErzieherInnen ein wichtiges Feedback, in welchem Wissensstadium sich die Kinder gerade befinden.
    Noch bevor die Arbeit am Rechner beginnt, bastelt jede/r seine/ihre eigene Maus aus Tonpapier. Diese dient nicht nur zur Dekoration, sondern kann ständig die Brücke zwischen technischer Computer- und spielerischer Kitawelt schlagen.
    Um ein im Prinzip einfaches, für Neulinge aber doch zunächst recht komplexes Grafikprogramm (z.B. Microsoft® Paint) zu veranschaulichen, setzen wir dieses symbolisch in die Realität um: In der Mitte eines größeren Raumes ist ein Bogen Papier aufgeklebt, es stellt den Monitor bzw. die Arbeitsfläche dar. Die verschiedenen Werkzeuge und Materialien aus dem Paint-Programm wie z.B. Farbpalette, Farbeimer, Stift, Pinsel, Radiergummi etc. werden als reale Werkzeuge im Raum verteilt und mittels aufgeklebtem Kreppband mit dem Papier in der Mitte verbunden. Als "Mausersatz" dient ein Rollbrett, das auf den aufgeklebten Bahnen bewegt wird und die Werkzeuge zur Arbeitsfläche bringt. Ein Kind entscheidet dann vom Papier (der Arbeitsfläche) aus, was als nächstes gebraucht wird und holt dieses dann mit dem Rollbrett bzw. lässt es sich von einem anderen Kind bringen. Wird ein anderes Werkzeug benötigt, so muss zunächst das erste wieder an seinen Platz gebracht werden.
    Wenn die Arbeitsprozesse des Programms verinnerlicht sind, kann endlich die Arbeit am Computer beginnen. Das Grafikprogramm wird geöffnet und mit Stift und Pinsel kann gezeichnet werden. Flächen werden mit dem Farbeimer gefüllt, später werden noch Farbverläufe oder Muster eingebaut. Ist etwas nicht ganz gelungen, wird der letzte Arbeitsschritt einfach rückgängig gemacht oder mit dem Radiergummi bearbeitet. Immer wieder geht die Handpuppe auf die Kinder ein und hilft bei Problemen und Fragen.
    Gearbeitet wird am PC immer zu zweit, so dass sich die Kinder stets gegenseitig ergänzen und voneinander profitieren können. Da das Zeitgefühl beim Malen schnell vergessen wird, auch am Computer, sollte von vornherein ein verbindlicher Zeitrahmen für die PC-Arbeit festgelegt sein, z.B. 30 Minuten.
    Am Ende des Projekts werden die Bilder ausgedruckt und mit den Texten zu einer Geschichte zusammengefügt. Das selbst gemachte Bilderbuch kann dann in der Einrichtung den anderen Kindern, MitarbeiterInnen, Eltern, FreundInnen und Geschwistern vorgestellt werden.

weiterführende Links etc.:

  • Software: Irfanview (Bildbetrachter, Freeware)

 

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