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Praxisprojekte Ideen aus der Praxis zum Nachmachen
Die hier dargestellten Projekte sind von ErzieherInnen durchgeführt worden,
die an der Fortbildung „Medienerziehung in Kindergarten und Hort“ teilgenommen haben.
Wir hoffen, dass diese Projektbeispiele aus den Bereichen Video, Computer, Foto und Radio Sie zum
Nachmachen anregen. Viel Spaß dabei!
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Praxis: Computer
Interkulturelles Lernen mit Hilfe des Computers und CD-Roms
Kurzbeschreibung:
- Kinder unterschiedlicher Herkunft berichten und recherchieren
multimedial über ihre Herkunftsländer und erstellen
einen Atlas für ihre Einrichtung.
Zielgruppe:
- alle Kinder der Einrichtung, altersunabhängig (Lese-
und Schreibkenntnisse sollen sinnvollerweise vorhanden sein)
Voraussetzung (Hardware, Software, sonstiges Material
etc.):
- mind. 1 Computer
- Software, z.B. Multimedia-Atlanten/-Lexika
- ggf. Internetanschluss
Zeitbedarf:
- mehrere Nachmittage (können auch über einen
längeren Zeitraum verteilt sein)
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Beschreibung:
- In nahezu jede Kindertagesstätte und jeden Hort gehen
Kinder verschiedener Herkunft, jedoch wissen sie nur selten
etwas über andere Länder. Mit einem selbst erstellten
Kinderatlas, der über alle in der Einrichtung vertretenen
Herkunftsländer informiert, lernen die Kinder eine
Menge über Geographie, Kultur, Sprache, Religion etc.
Zunächst wird gemeinsam ein Fragebogen erarbeitet,
der dann für jedes Land ausgefüllt wird. Gefragt
wird z.B. nach Land, Kontinent, Hauptstadt, Größe,
Einwohnerzahl, Amtssprache, Währung und Religion. In
ein etwas größeres Feld können dann noch
weitere Fakten und Besonderheiten über das Land zusammen
getragen werden. Dazu können die Kinder noch die Landesflagge
zeichnen und eine Landkarte sowie die Lage im Kontinent
skizzieren. Als Einleitung können noch Merkmale über
den jeweiligen Kontinent gesammelt werden.
Neben den eigenen Erzählungen und Erfahrungen kommen
nun die Medien zum Einsatz. Das klassischen Lexikon in Buchform
wird ergänz durch eine Multimedia-CD-Rom, die nicht
nur Texte sondern auch Bilder und möglichst auch Videos
und Musik über das Land liefert, so dass die Suche
nach Daten und Fakten sehr abwechslungsreich verläuft.
Ist ein Internetanschluss vorhanden, so finden sich hier
natürlich noch unendlich viele weitere Informationen.
Der Fragebogen und die Länder-/Kontinentinfos können
von den Kindern selbst gestaltet werden. Dazu ist ein Textverarbeitungsprogramm
(z.B. Microsoft® Word oder Open Office) ausreichend,
ggf. kann noch ein Grafikprogramm für gestalterische
Zwecke benutzt werden.
Ganz besonders spannend wird das Projekt auch dann, wenn
die Kinder nicht über ihr eigenes Herkunftsland etwas
schreiben, sondern über das von einem Freund oder einer
Freundin und andersherum. Nach der Recherche können
sie sich über die Ergebnisse austauschen, sie kommentieren
und ggf. ergänzen.
Die Ergebnisse werden in den Fragebogen eingetragen und
gesammelt. Nach und nach entsteht so ein eigener Atlas,
der die Interkulturalität einer Einrichtung unterstützt
und zur eigenen Identitätsfindung beiträgt.
Die Einrichtung kann mit einem fantasievollen Rahmenprogramm
(z.B. Themen- oder Länderwochen, Lieder und Tänze,
landestypische Mahlzeiten, Sprachspiele, Einbindung der
Eltern etc.) diesen interkulturellen Prozess fördern.
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