Das Internetportal der LfM
zur Medienerziehung in Kindertagesstätten

betreut von der GMK

    

Praxisprojekte
Ideen aus der Praxis zum Nachmachen

Die hier dargestellten Projekte sind von ErzieherInnen durchgeführt worden, die an der Fortbildung „Medienerziehung in Kindergarten und Hort“ teilgenommen haben.
Wir hoffen, dass diese Projektbeispiele aus den Bereichen Video, Computer, Foto und Radio Sie zum Nachmachen anregen. Viel Spaß dabei!


Praxis: Computer

Anregungen und Ideen zum Einsatz des Computers (Methodenbausteine)

Teekesselchen, Dings Da & Co.

„Mouse ist nicht gleich Maus…Das ist ein kleines, flaches, schwarzes Ding.

Manchmal ist das auch bunt… und da ist auch was Silbernes dran… das kann man in den Computer rein stecken und dann kann man da Sachen drauf tun… “

Die Kinder bilden Kleingruppen und überlegen sich, welche Computerteile sie kennen. Diese werden dann von der einen Gruppe umschrieben und die andere Gruppe muss raten, um welches Teil es sich handelt. So können Begriffe rund um den Computer spielerisch gelernt und eingeführt werden.

 

Suchspiel

In der Gruppe werden alle möglichen Teile versteckt, die es zu suchen gilt. Da dürfen sich zwischen Tastatur, Mouse, Monitor, Tower, Boxen und Druckerpatrone ruhig auch Batterien, Scheren, Stifte und andere „nicht computerrelevante“ Dinge mogeln. Wenn alle Gegenstände gefunden worden sind, wird gemeinsam überlegt, was für das bevorstehende Computerprojekt gebraucht wird. Und dann wird die Multimediastation zusammengebaut.

 

Die Büroecke

Puppen-, Bau- und Kuschelecke gibt es schon lange in der Kita, aber wie wär’s denn mal mit einer Büroecke? Gemeinsam mit den Kindern wird überlegt, was da so alles rein gehört (z.B. Schreibtisch, Locher, Hefter, Aktenordner, Stifte, Zettel). Die entsprechenden Dinge werden zusammen getragen aus dem Büro der Leitung, von zu Hause, aus den anderen Gruppen…Und irgendwann kann dort dann auch der Computer Einzug halten…

 

Der selbst gebaute Computer

Aus Eierpappen, Alufolie, Gips und Ton und vielleicht auch aus alten Computergehäusen können eigene Computer oder computerartige Installationen gebaut werden. Diese können z.B. auch so groß sein, dass sie begehbar sind und sich so gut für Rollenspiele eignen. Darüber hinaus können beispielsweise alte CD-ROMs oder Disketten zu Mobiles verarbeitet und als Raumdekoration verwendet werden.

 

Computergeschichten

Auch Bilderbücher, Hörspiele u.ä. können als Einstieg ins Thema Computer dienen. So gibt es z.B. aus der Reihe „Die Sendung mit der Maus“ einen anschaulichen Beitrag dazu, wie das Internet funktioniert, in der WDR-Reihe „Media Watch“ wird u.a. aufgeklärt über „Werbung im Internet“, und die Buch- und TV-Reihe „Was ist was?“ erklärt in der Folge „Computer und Roboter“ leicht verständlich die Funktionsweisen und das Innenleben von Computern sowie einiges zur ihrer Entwicklungsgeschichte.

Auch gibt es beispielsweise von den Bilderbüchern „Zilly, die Zauberin“, „Willy, der Zauberfisch“ oder „Mats und die Wundersteine“ ein Computerspiel, so dass der Einstieg in das Projekt auch gut über das Buch möglich ist. Hier kann dann später auch mal verglichen werden zwischen Spiel und Buch: Was gefällt mir besser? Was kann ich womit erleben? etc.

 

Zirkeltraining einmal anders

Wenn in der Einrichtung zwei oder mehrere Computer vorhanden sind, können verschiedene Stationen aufgebaut werden, an denen die Kinder in Kleingruppen innerhalb einer festgelegten Zeit (10 bis 15 Minuten) unterschiedliche Aufgaben am Computer lösen müssen. Hierbei können z.B. auch Bewegungsstationen eingebaut werden. Beispielsweise:

  • Station 1:
    Malt gemeinsam ein Bild!
    (Malprogramm: z.B. „Paint“ oder „Kidpix deluxe“)
  • Station 2:
    Seilspringen, Balancieren, Beine und Arme ausschütteln...
    (Bewegungsspiel)
  • Station 3:
    Welche Spuren gehören zu welchem Tier? Welche Blätter und Früchte zu welchem Baum?
    (Computerspiel: „Oscar und die Geheimnisse des Waldes“, Tivola)
  • Station 4:
    Überlegt einige Lockerungsübungen, die nach dem Sitzen am Computer gut tun.
    (Bewegungsspiel)

Es ist auch möglich, dass sich die Kinder in Kleingruppen ein Bewegungs-, Lockerungs- oder Entspannungsspiel ausdenken, welches im Anschluss an den Computer-Parcours von den jeweiligen Gruppen vorgestellt und gemeinsam durchgeführt wird. Wenn Kinder bereits eigene Erfahrung haben, können sie auch selbst einen Parcours aufbauen – vielleicht für die Kinder aus der anderen Gruppe – und sich geeignete Bewegungsspiele ausdenken und jeweils eine Station betreuen.

 

Die Jury

Gemeinsam mit den Kindern wird überlegt, was ihnen an den Computerspielen gefallen hat und was nicht. Je nach Alter werden diese Kriterien auf einem Bogen Papier schriftlich notiert oder mit Hilfe von Symbolen verdeutlicht. Zur Übersichtlichkeit sollte ein Bild des zu bewertenden Computerspiels (Kopie der CD-ROM-Hülle oder der CD-ROM) auf den Bewertungsbogen geklebt werden. Mit diesem Bewertungsbogen werden dann verschiedene Spiele bewertet. Mit Smileys, Punkten, Sternchen o.ä. geben die Kinder ihre Wertung zu den einzelnen Kriterien ab.

Die Juryentscheidungen werden anschließend vorgestellt und diskutiert. Sie können dann auch auf einer Wandzeitung, in der nächsten Kiga-Zeitung oder auf der Kita-Homepage veröffentlicht werden. Ähnlich wie Computerspiele können auch Internetseiten gemeinsam bewertet werden.

 

Max, Mats & Zilly in der Kindertagesstätte

Vorbereitung: Kindersoftware daraufhin sichten, welche spielerischen und kreativen Möglichkeiten in ihnen stecken und entsprechendes Material bereit stellen, Gegenstände verstecken o.ä.

Viele Spiele bieten ein großes Potenzial an Spiel- und Bastelangeboten, die auch außerhalb der virtuellen Welten „ganz real“ in der Kita umgesetzt werden können. So können z.B. nach einer Spielrunde „Max und das Schlossgespenst“ auch in der Kita gelbe Socken gesucht werden. Oder in Anlehnung an „Mats und die Wundersteine“ werden in der näheren Umgebung – z.B. an Orten, an denen mit Computern gearbeitet wird – „Wundersteine“ versteckt.

Die Kinder gehen mit entsprechender Aufgabenstellung auf die Suche, finden die Steine und sammeln die gefundenen Wundersteine auf einem gemeinsam gestalteten Spielbrett oder einer Spiellandschaft. Auch können Szenen aus den Spielen aufgegriffen und nach gespielt werden. Dazu werden Requisiten gebastelt, und natürlich sollten auch der Verkleidungskoffer und die Schminkkiste nicht fehlen.

Manche Software lässt sich auch gut in ein Thema einbinden. Warum nicht mal den Waldtag mit dem Spiel „Oscar und die Geheimnisse des Waldes“ einleiten? Und für das Thema Ernährung ist beispielsweise „Milli Methas Ernährungsspiel“ geeignet. Oder wenn es um Verkehrserziehung geht, könnte ergänzend „Fred und das Flaschenfahrrad“ zum Einsatz kommen.

 

DigitalkünstlerInnen am Werk

Mit einer digitalen Kamera können die Kinder Fotos von sich erstellen und diese in den Computer laden, oder sie benutzen einen Scanner, um Fotos von sich oder auch andere Bilder in den Rechner zu laden. Mit oder ohne Aufgabenstellung können die Bilder dann mit Hilfe von Kreativprogrammen bemalt, verzerrt, gestreckt oder sonst wie manipuliert werden. Wer solche Peripheriegeräte nicht zur Verfügung hat, lässt einfach die Fotos im Fotogeschäft auf eine CD-ROM brennen.

Die entstandenen Kunstwerke können als Bildergalerie die Kita zieren, in einem selbst gestalteten Bilderbuch oder der Kita-Zeitung Verwendung finden oder beispielsweise auch auf Spezialfolien (im Bürofachhandel erhältlich) ausgedruckt und dann auf T-Shirts, Leinenbeutel o.ä. gebügelt werden.

 

^^^