|



|
Praxis: Computer
Anregungen und Ideen zum Einsatz des Computers (Methodenbausteine)
Teekesselchen, Dings Da & Co.
„Mouse ist nicht gleich Maus…Das ist ein kleines,
flaches, schwarzes Ding.
Manchmal ist das auch bunt… und da ist auch was Silbernes
dran… das kann man in den Computer rein stecken und
dann kann man da Sachen drauf tun… “
Die Kinder bilden Kleingruppen und überlegen sich,
welche Computerteile sie kennen. Diese werden dann von der
einen Gruppe umschrieben und die andere Gruppe muss raten,
um welches Teil es sich handelt. So können Begriffe rund
um den Computer spielerisch gelernt und eingeführt werden.
|
Suchspiel
In der Gruppe werden alle möglichen Teile versteckt,
die es zu suchen gilt. Da dürfen sich zwischen Tastatur,
Mouse, Monitor, Tower, Boxen und Druckerpatrone ruhig auch
Batterien, Scheren, Stifte und andere „nicht computerrelevante“
Dinge mogeln. Wenn alle Gegenstände gefunden worden sind,
wird gemeinsam überlegt, was für das bevorstehende
Computerprojekt gebraucht wird. Und dann wird die Multimediastation
zusammengebaut.
|
Die Büroecke
Puppen-, Bau- und Kuschelecke gibt es schon lange in der
Kita, aber wie wär’s denn mal mit einer Büroecke?
Gemeinsam mit den Kindern wird überlegt, was da so alles
rein gehört (z.B. Schreibtisch, Locher, Hefter, Aktenordner,
Stifte, Zettel). Die entsprechenden Dinge werden zusammen
getragen aus dem Büro der Leitung, von zu Hause, aus
den anderen Gruppen…Und irgendwann kann dort dann auch
der Computer Einzug halten…
|
Der selbst gebaute Computer
Aus Eierpappen, Alufolie, Gips und Ton und vielleicht auch
aus alten Computergehäusen können eigene Computer
oder computerartige Installationen gebaut werden. Diese können
z.B. auch so groß sein, dass sie begehbar sind und sich
so gut für Rollenspiele eignen. Darüber hinaus können
beispielsweise alte CD-ROMs oder Disketten zu Mobiles verarbeitet
und als Raumdekoration verwendet werden.
|
Computergeschichten
Auch Bilderbücher, Hörspiele u.ä. können
als Einstieg ins Thema Computer dienen. So gibt es z.B. aus
der Reihe „Die Sendung mit der Maus“ einen anschaulichen
Beitrag dazu, wie das Internet funktioniert, in der WDR-Reihe
„Media Watch“ wird u.a. aufgeklärt über
„Werbung im Internet“, und die Buch- und TV-Reihe
„Was ist was?“ erklärt in der Folge „Computer
und Roboter“ leicht verständlich die Funktionsweisen
und das Innenleben von Computern sowie einiges zur ihrer Entwicklungsgeschichte.
Auch gibt es beispielsweise von den Bilderbüchern „Zilly,
die Zauberin“, „Willy, der Zauberfisch“
oder „Mats und die Wundersteine“ ein Computerspiel,
so dass der Einstieg in das Projekt auch gut über das
Buch möglich ist. Hier kann dann später auch mal
verglichen werden zwischen Spiel und Buch: Was gefällt
mir besser? Was kann ich womit erleben? etc.
|
Zirkeltraining einmal anders
Wenn in der Einrichtung zwei oder mehrere Computer vorhanden
sind, können verschiedene Stationen aufgebaut werden,
an denen die Kinder in Kleingruppen innerhalb einer festgelegten
Zeit (10 bis 15 Minuten) unterschiedliche Aufgaben am Computer
lösen müssen. Hierbei können z.B. auch Bewegungsstationen
eingebaut werden. Beispielsweise:
- Station 1:
Malt gemeinsam ein Bild!
(Malprogramm: z.B. „Paint“ oder „Kidpix
deluxe“)
- Station 2:
Seilspringen, Balancieren, Beine und Arme ausschütteln...
(Bewegungsspiel)
- Station 3:
Welche Spuren gehören zu welchem Tier? Welche Blätter
und Früchte zu welchem Baum?
(Computerspiel: „Oscar und die Geheimnisse des Waldes“,
Tivola)
- Station 4:
Überlegt einige Lockerungsübungen, die nach dem
Sitzen am Computer gut tun.
(Bewegungsspiel)
Es ist auch möglich, dass sich die Kinder in Kleingruppen
ein Bewegungs-, Lockerungs- oder Entspannungsspiel ausdenken,
welches im Anschluss an den Computer-Parcours von den jeweiligen
Gruppen vorgestellt und gemeinsam durchgeführt wird.
Wenn Kinder bereits eigene Erfahrung haben, können sie
auch selbst einen Parcours aufbauen – vielleicht für
die Kinder aus der anderen Gruppe – und sich geeignete
Bewegungsspiele ausdenken und jeweils eine Station betreuen.
|
Die Jury
Gemeinsam mit den Kindern wird überlegt, was ihnen
an den Computerspielen gefallen hat und was nicht. Je nach
Alter werden diese Kriterien auf einem Bogen Papier schriftlich
notiert oder mit Hilfe von Symbolen verdeutlicht. Zur Übersichtlichkeit
sollte ein Bild des zu bewertenden Computerspiels (Kopie der
CD-ROM-Hülle oder der CD-ROM) auf den Bewertungsbogen
geklebt werden. Mit diesem Bewertungsbogen werden dann verschiedene
Spiele bewertet. Mit Smileys, Punkten, Sternchen o.ä.
geben die Kinder ihre Wertung zu den einzelnen Kriterien ab.
Die Juryentscheidungen werden anschließend vorgestellt
und diskutiert. Sie können dann auch auf einer Wandzeitung,
in der nächsten Kiga-Zeitung oder auf der Kita-Homepage
veröffentlicht werden. Ähnlich wie Computerspiele
können auch Internetseiten gemeinsam bewertet werden.
|
Max, Mats & Zilly in der Kindertagesstätte
Vorbereitung: Kindersoftware daraufhin sichten, welche spielerischen
und kreativen Möglichkeiten in ihnen stecken und entsprechendes
Material bereit stellen, Gegenstände verstecken o.ä.
Viele Spiele bieten ein großes Potenzial an Spiel-
und Bastelangeboten, die auch außerhalb der virtuellen
Welten „ganz real“ in der Kita umgesetzt werden
können. So können z.B. nach einer Spielrunde „Max
und das Schlossgespenst“ auch in der Kita gelbe Socken
gesucht werden. Oder in Anlehnung an „Mats und die Wundersteine“
werden in der näheren Umgebung – z.B. an Orten,
an denen mit Computern gearbeitet wird – „Wundersteine“
versteckt.
Die Kinder gehen mit entsprechender Aufgabenstellung auf
die Suche, finden die Steine und sammeln die gefundenen Wundersteine
auf einem gemeinsam gestalteten Spielbrett oder einer Spiellandschaft.
Auch können Szenen aus den Spielen aufgegriffen und nach
gespielt werden. Dazu werden Requisiten gebastelt, und natürlich
sollten auch der Verkleidungskoffer und die Schminkkiste nicht
fehlen.
Manche Software lässt sich auch gut in ein Thema einbinden.
Warum nicht mal den Waldtag mit dem Spiel „Oscar und
die Geheimnisse des Waldes“ einleiten? Und für
das Thema Ernährung ist beispielsweise „Milli Methas
Ernährungsspiel“ geeignet. Oder wenn es um Verkehrserziehung
geht, könnte ergänzend „Fred und das Flaschenfahrrad“
zum Einsatz kommen.
|
DigitalkünstlerInnen am Werk
Mit einer digitalen Kamera können die Kinder Fotos
von sich erstellen und diese in den Computer laden, oder sie
benutzen einen Scanner, um Fotos von sich oder auch andere
Bilder in den Rechner zu laden. Mit oder ohne Aufgabenstellung
können die Bilder dann mit Hilfe von Kreativprogrammen
bemalt, verzerrt, gestreckt oder sonst wie manipuliert werden.
Wer solche Peripheriegeräte nicht zur Verfügung
hat, lässt einfach die Fotos im Fotogeschäft auf
eine CD-ROM brennen.
Die entstandenen Kunstwerke können als Bildergalerie
die Kita zieren, in einem selbst gestalteten Bilderbuch oder
der Kita-Zeitung Verwendung finden oder beispielsweise auch
auf Spezialfolien (im Bürofachhandel erhältlich)
ausgedruckt und dann auf T-Shirts, Leinenbeutel o.ä.
gebügelt werden.
|
^^^
|
|
|