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Computer im Kindergarten

Angela Bochum schrieb am 16. 04. 2006 um 20:32:24:

Im Frühjahr 2005 erhielten wir die Zusage an dem Modellprojekt ?KidSmart? teilnehmen zu können und es wird eine Lernstation von IBM als Spende geliefert. Aus technischen Gründen konnte sie aber erst im Juni 05 angeschlossen werden.
Unsere Ziele sind:
Kinder im Alter von 4 und 5 Jahren (bis zum Eintritt in die Schule) erlernen den Umgang mit dem Computer, der Maus, nutzen die Tastatur und schreiben ihren Namen und erlernen die Benutzung anderer Funktionstasten (Entertaste, Leertaste, Rückwärts, Groß und Klein, Pfeiltasten, Entfernen) und die Nutzung vom CD-ROM sowie Disketten.
Handhabung verschiedener Spiele und Programme (zum Malen, um Bilder zu bearbeiten und Aktionen zu präsentieren)
Umgang mit der Digitalkamera und Übertragung auf den Computer
Erste Erfahrungen mit dem Internet

Durchführung:
Nach kurzer Einführung wie man mit einem Computer umgeht (nicht einfach auf die Tasten drücken, keine nassen oder schmutzigen Hände haben, nicht mit Essen oder Getränken an den Computer gehen oder an der Maus herumziehen usw.) können alle Kinder erste Versuche am Computer machen, damit konnte gut beobachtet werden, welche Kinder schon den Umgang mit der Maus kennen (das waren aber sehr wenige). Gestartet wurde mit einem Malprogramm und den Sortierspielen ?Millys Zahlenwelt?, dass von den Kinder gut angenommen wurde.
Bei dem Malprogramm nutzten wir Paint und die Kinder konnten hier nach kurzer Einführung mit den unterschiedlichen Handwerkszeugen ihre Bilder erstellen, die sie dann jeweils auch unter ihrem Namen im Ordner VS- oder Mittlere Gruppe abspeichern konnten. Dabei mussten sie die unterschiedlichen Schritte im Menüfenster erlernen. Inzwischen nutzen wir ein erweiterndes Malprogramm mit dem ich in dem Projekt ?Wo rennt die Maus ? im Hort gute Erfahrungen gemacht habe ? KIDPIX-Malstudio. Die Vielfalt bei diesem Programm macht es zu etwas besonderem, hier kann nicht nur zwischen über 100 Farben gewählt werden, es gibt auch viele Handwerkszeuge, wie Pinsel in unterschiedlichen Größen, die Bilder können verzerrt werden oder mit Mustern erweitert werden und mit Motiv-Stempeln ergänzt werden.
Gleichzeitig wird hier auch wieder die Schrittes des Abspeichern und schreiben vom eigenen Namen mit der Tastatur geübt. In dem Programm gibt es aber auch die Möglichkeit einen Film oder eine eigene Diashow mit den eigenen Bildern zu erstellen, die wir aber erst zum Schluss (also Ende Mai) zusammenstellen werden.
Bei der Suche nach geeigneten Software fand ich die CD-ROM ?Detektiv Langohr?, ein Sprachförderprogramm aus der Schweiz, dass auf die Kombination von Geräuschen erraten und Bildern zuordnen basiert. Aus über 120 unterschiedlichen Geräuschen in 5 Spielen mit unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen eingeteilt kann gewählt werden. Dabei können 2 Kinder zusammen und gegeneinander im Baum-Memory spielen, wobei sie vorher aus 7 verschiedenen Geräuschegruppen wählen können (Bauernhof, Wildtiere, Musikinstrumente, Haushalt, Verkehr, Menschen, Werkzeuge).
Als Ergänzung zu den Spielen erzählen, benennen die Kinder die gehörten Geräusche bzw. beschreiben was damit gemacht werden kann.
Ende Oktober beginnt ein Angebot für die Vorschulkinder, jeweils am Dienstag von 10:30-11:30. Dabei wird die Gruppe in zwei Untergruppen geteilt, damit jeder genügend Zeit hat. Zusätzlich nehmen sie eine Digitalkamera mit in den Schulgarten um dort die Möglichkeit zu haben bis zu 25 Bilder auf zu nehmen. In den ersten Monaten wird die Erzieherin die Kinder bei Ihren Tätigkeiten aufnehmen bzw. die Kinder sagen was aufgenommen wird. In den folgenden Monaten erlernen die Kinder selber den Umgang mit der Kamera, um selber die Bilder machen zu können und später am Computer zu bearbeiten.
Bereits zu diesem Zeitpunkt starten sie den Computer und die einzelnen Programme. Außerdem werden sie das Abspielen der Bilder von der Kamera zum Computer durchführen und die Bilder jeweils zu einer Geschichte zusammenstellen. Dazu wird das Präsentationsprogramm ?Power Point? benutzt.
Erste Schritte sind den Hintergrund zu gestalten und die Fotos, die im Schulgarten gemacht worden sind ein zu fügen, dabei nutzen wir das zählen der Ordner im Menü. Die Schritte haben die Kinder schnell heraus und unterstützen sich dabei. Da ich im Schulgarten nicht dabei war, erzählen die Kinder die jeweiligen Erlebnisse und werden gleichzeitig in ihrer Aussprache und dem Erzählen gefördert.
Zusätzlich malen einzelne Kinder Früchte im Atelier auf Papier, die später gescannt und dann am Computer bearbeitet werden und in die Geschichten eingefügt werden.
Als Abschluss ist geplant, dass jedes Kind einen Ausdruck der Geschichte erhält und als CD-ROM.

Die anderen Ziele sind in der Umsetzung.
Wer über das Projekt noch mehr wissen möchte, kann sich gerne an mich wenden.


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